Geschenkte Lachse und freundliche Alaskaner

Während den Sommermonaten bereisen die AlaskanerInnen ihr geliebtes Land. Wir treffen viele Singles, Familien und Paare. Sie sind unterwegs mit riesigen Truckcampern, Trailern (richtige Busse, mindestens 5 x so lang wie unser Auto) oder mit Wohnwagen. Sie sind unterwegs zum Fischen, ein paar Wochen später dann haben wir viele angetroffen, die auf Jagd gehen. Die AlaskanerInnen haben das Recht, ihre Tiefkühler und Vorratsregale während den Sommermonaten vollzustopfen, um dann die Winterzeit hindurch davon zu zerren. Pro Tag und Person dürfen sie sechs Fische herausziehen, dann werden Elche und kurz darauf Karibus zum Abschiessen freigegeben. Auf grossen Tafeln, die am Strassenrand aufgestellt werden, wird geschrieben, wie viele Tiere pro Person geschossen werden dürfen.

Wir kamen auch in den Genuss von Lachs, geräuchertem, eingemachtem und frisch gefischtem. Die besten Abendessen bereiten wir uns in Alaska zu, ganz klar!

Die KanadierInnen haben keine Freude, dass die Alaskaner (sind vor allem Männer) so viele Lachse rausziehen, weil die Fische eigentlich ihren Weg bis zum Laichort zurücklegen sollten… 

Die Alaskaner und Alaskanerinnen erleben wir als sehr freundlich, aufgeschlossen und grosszügig. Neugierig kamen sie uns beim Auto besuchen, hatten viel zu erzählen, über das Leben in Alaska, über die Wildnis, gaben uns Tipps zu Wanderwegen, schönen Strassenfahrten, Sehenswürdigkeiten und ein Webseitentipp für die aktuellen Nordlichter. Leider haben wir die Lichter dann trotzdem verpasst. Wir haben drei Männer kennengelernt, die auf den Ölfeldern in Prudhoe Bay in Schichten arbeiten. Zwei Wochen auf der Insel, zwei Wochen frei. Riesige, kräftige Männer mit weichem Kern. Und der Händedruck – Proschtnägeli, im Vergleich hat sogar Sebastian kleine Hände!

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