Von Atlantic City in die Red Desert

Bevor wir den Weg in die Red Desert wagten, genossen wir ein einfaches Mittagessen in einem Saloon in Atlanic City. Eine interessante Gesellschaft trafen wir dort an. Ein hagerer junger Dekorateur, der seit Stunden die ganze Bar mit orangen Laubblättern und Lichterketten verzierte, die Besitzerin, volltätowiert mit indianischen Federn, die leider keines der frischen Menus auf der Karte anbieten konnte, und ein zahnloser älterer Mann, der erklärte, dass er uns nur in die Wüste fahren lässt, weil es nicht geregnet hat und nicht regnen wird. Schon viele seien dann darin stecken geblieben, mussten bis zu drei Tagen darin verharren, bis sie dann wieder weiterfahren konnten.

Wir haben die Fahrt durch die Wüste sehr genossen. Antilopen, die mit unserem Maurice um die Wette rannten, Präriehunde, die am Wegrand ihre Näschen in die Luft hielten, und eine Herde wilder Pferde. Der Abend in der weiten Einsamkeit, die Sonne, die sich golden verabschiedet und das Himmelszelt dem glühenden Mond überlässt. In der Nacht dann das Heulen der Kojoten.

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