Ab in den Container – Part 2

Nach Rücksprache mit unserem Agenten in Veracruz sollen wir bereits am 16. Dezember in Veracruz sein. Das ist ein Tag früher als ursprünglich geplant, und so müssen wir Yukatan dann auch etwas früher verlassen. Wir können uns nicht genau vorstellen, weshalb für die Verschiffung vier Tage notwendig sind. 

Am Montag treffen wir Erick in seinem Büro. Zum Glück haben wir unser Hotel in Gehdistanz und müssen nicht quer durch die ganze Stadt fahren. Denn, so wie sich herausstellen wird, es sind weitere Besuche im Büro nötig. Beim ersten Treffen geht es um das Kopieren unserer offiziellen Dokumente und das Besprechen des Ablaufs. Erick spricht schlecht Englisch und wir schlecht Spanisch. Trotzdem schlagen wir uns gut durch und das Googlehandy übersetzt uns die Verträge. Erick erklärt uns, dass wir am Dienstag den Landy vorbeibringen sollen, damit wir ihn in den Container fahren können. Er sagt uns auch, dass wir keinerlei Esswaren, Gewürze und Medikamente im Wagen lassen dürfen. Wir denken, das wenige Zeugs wird schon kein Problem sein… 

Am Dienstagmorgen fahren wir wieder zu Erick ins Büro. Wie am Tag zuvor werden wir freundlich von der Rezeptionistin empfangen. Nach ein paar Minuten kommt Erick und wir gehen zum Auto. Leider müssen wir wirklich alles, was nicht erlaubt ist, vor Ort entsorgen. Alles, was geniessbar ist, schenken wir Erick. Er nimmt das Geschenk dankend an. Die Medikamente – es sind zwei Säcke – nehmen wir mit ins Hotel, dann nach Merida, Kuba und schlussendlich nach Cartagena. Ob das gut gehen wird? Als erstes fahren wir nun zur Banjercito um unsere temporäre Einfuhrbewilligung abstempeln zu lassen. Die nette Dame am Schalter meint, dass das so nicht gehe, zuerst müsse das Auto auf das Gelände der Logistikfirma gebracht werden, dort die Vigniette abgelöst und dokumentiert werden. Erst danach können wir das Dokument abstempeln lassen. No hay problema. Wir fahren zurück ins Büro und von dort im Konvoi quer durch die ganze Stadt auf den Werkhof der Logistikfirma. Aber dort gibt es noch keinen Container, der bereitsteht. Es hat zu viel Wind im Hafen und die Behörden haben jegliche Aktivitäten gestoppt. So stellen wir unseren Landy in eine Halle und fahren zurück ins Büro. Für heute ist Schluss. 

Am Mittwoch meldet sich Erick und teilt uns mit, dass der Hafen den Betrieb noch nicht aufgenommen hat. Wir müssen warten. Oha… So haben wir also noch einen Tag für alles, den Donnerstag. Freitag früh fliegen wir nach Merida, unser Zwischenstopp für drei Tage, bevor wir nach Kuba weiterfliegen. 

Am Donnerstag treffen wir uns wieder im Büro. Erick streckt uns eine Vollmacht entgegen, damit er in unserem Auftrag den Landy durch den Zoll bringt, im Container verstaut und schaut, dass dieser aufs Frachtschiff verladen wird. Denn immer noch stürmt es und es können keine Container bereitgestellt werden. Das kann also erst nach unserer Abreise über die Bühne gehen. Wir haben keine Wahl, unterschreiben und hoffen, dass wir unseren Landy wohlbehalten in Kolumbien in Empfang nehmen können. Wieder geht es zum Schalter der Banjercito. Diesmal ist die hochschwangere Mitarbeiterin zufrieden und stempelt alles ab. Cool! Weiter geht es wieder quer durch das knapp eine Million grosse Veracruz zur Logistikfirma. Wir haben nämlich bemerkt, dass unser Ladeblech auf dem Dach, welches wir in Salt Lake City zuschneiden haben lassen, die Maximalhöhe für den Verlad in den Container überschreitet. Also müssen wir die aufstehenden Seitenlaschen kurzerhand abbiegen, damit unser Landy in den Container passt. Tja, da habe ich bei der Planung nicht so viel überlegt. So, nun ist alles bereit, und die Zeit für die Organisation haben wir tatsächlich gebraucht. Wir sind gespannt wie es weitergeht.

Wir sind schon längst in Kuba, als Erick, unser Agent, dafür sorgt, dass unser Maurice in einem Container verstaut und auf das Frachtschiff Express France verladen wird. Leider kann das Schiff wegen Starkwind in der Region erst mit zwei Tagen Verspätung aus Veracruz auslaufen. Kein Problem für uns; so haben wir in Cartagena Zeit, an unserem Blog zu arbeiten.

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