Yaxchilán – Die versteckte Maya-Stadt am Fluss Usumacinta

Yaxchilán – was für ein spezieller Name. Beim Studieren unseres Reiseführers werde ich plötzlich aufmerksam als ich die entlegenen Gebiete des Bundesstaates Chiapas studiere. (Die Fläche Chiapas ist fast doppelt so gross wie die Schweiz.) Ich realisiere, dass sich die abgelegene Maya-Stadt Yaxchilán sozusagen auf unserem Rückweg von Las Guacamayas Richtung Palenque und Yukatan befindet. Also nix wie hin.

Gesagt getan, allerdings mit etwas Aufwand und Moskitos. Die Strasse zum Grenzfluss zu Guatemala ist in einem schlechten Zustand, aber mit unserem Landy kein Problem. Angekommen im Dorf Frontera Corozal suchen wir uns einen Nachtplatz. Wir können im Garten eines einfachen Hotels unser Camp aufschlagen. Da wir ziemlich früh unterwegs sind, entscheiden wir uns, die einstündige Flussfahrt und Besichtigung der Ruinen mit anschliessender Rückfahrt gleich anzutreten. Nach kurzer Preisverhandlung zu den Transport- und Besichtigungskosten steigen wir einmal mehr neugierig in ein superschönes, langes Lancha aus Holz. Unser Bootsführer, ein junger sympathischer Typ, manövriert den 100 PS Yamaha Motor geschickt flussabwärts. Nach kurzem Schlenker zum Ufer mit Krokodil-Besichtigung landen wir nach einer Stunde am Bootssteg. Zwei Stunden haben wir Zeit, im Dschungel auf Entdeckungsreise zu gehen. Der Bootsführer wartet. 

Wir merken rasch, dass es an diesem schwer erreichbaren Ort nur wenig Touristen hat. Nicole und ich tauchen also ein und folgen dem Dschungel-Weg, nachdem uns ein Aufseher in Ch’ol – eine der 68 Maya-Sprachen – entsprechende Anweisungen gegeben hat. Selbstverständlich hat er uns auch noch auf Spanisch die wichtigsten Infos mit auf den Weg gegeben.

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Nach einem Kilometer endet der Weg plötzlich in einer Gasse an einer Ruine. Es gibt scheinbar kein Weiterkommen. So versuchen wir es, indem wir uns in den dunklen Schlund eines Labyrinthes wagen, der uns – oh Wunder – auf einem wunderschönen Platz ausspuckt.

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