Erfrischung im Naturpool vom Cascada El Nicho

Die zweite Taxifahrt unternehmen wir mit einem anderen Chauffeur, weil Armando verhindert ist. Unser neuer Fahrer ist ein pensionierter Geschichtslehrer und fährt nun Taxi, um seine Rente, die natürlich sehr klein ist, nämlich 60 Prozent vom einstigen Lohn, aufzubessern. Sein Auto, ein uralter Lada, ist sehr klein, wir müssen uns hinten auf der Bank ziemlich zusammenquetschen.

Auf dem Weg von Playa Girón nach Trinidad machen wir einen Abstecher zu zwei schönen Wasserfällen und einem grossen Naturpool. Auf dem Weg dorthin fahren wir an Felder mit angepflanztem Zuckerrohr, Malanga, Yuka und Salat vorbei. Auch säumen Plantagen mit Orangen- und Mangobäumen die Strasse. Etwas verwirrt schauen wir uns an, als unser Chauffeur das Taxi unbekümmert über Reiskörner, die auf dem Asphalt zum Trocknen hingestreut wurden, steuert.

Nach gut drei Stunden Fahrt rattert und stöhnt der Lada am Berg, so dass wir alle aussteigen, denn der Motor ist überhitzt und konnte mit etwas Wasser beruhigt werden. Nicht nur der Motor braucht eine Abkühlung, auch wir freuen uns auf die Erfrischung im kühlen Wasser des märchenhaften Naturpools. Nach einem einfachen Essen in einem der kleinen Restaurants geht es nochmals gut zwei Stunden am Meer entlang, bis wir in Trinidad ankommen.

Nachdem wir nach längerem Suchen mit Hilfe von ein paar Einwohnern und schlussendlich mit Eileens App, das Casa gefunden haben, entsteigen wir gerne dem Auto. Die Fahrt war für unsere Lungen eine Herausforderung, denn der Motor war schlecht eingestellt und undicht. Meine Kleider hänge ich einen Tag lang an der Sonne auf, um den Geruch des Benzins loszuwerden.

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