Día de los Muertos

Blanca erzählt uns immer wieder Geschichten von ihrer bereits verstorbenen Mutter. Sie schimpft und lacht über sie oder lacht sie gar aus. Wir lachen peinlich berührt mit, weil Blanca so ansteckend ist, aber dabei denken wir verstohlen: „So unverschämt, wie sie über ihre verstorbene Mutter spricht.“ Immer wieder schaut sie zur Decke und sagt schmunzelnd: „Mama, verzeih mir.“ Die Lateinamerikaner haben einen anderen Zugang zum Tod und zu den Toten.

Traditionellerweise schenken sich die Mexikaner gerne Skelette. In den Läden kann man kleine Tonfiguren kaufen, die eine Person zum Beispiel als Skelett während der Ausübung ihres Berufes darstellen. Ein Schulzimmerchen mit Kindern an ihren Pulten und die Lehrerin als Skelett vor der Wandtafel. Die Automechanikerin als Skelett unter einem defekten Auto am Werken. Ein Koch als Skelett vor dem Herd am Kochen. Die Designerin am Computer, natürlich auch als Skelett. Die verrückteste Variante aber ist: Man bringt bei einem Spitalbesuch als Geschenk ein Skelett in einem Krankenbett mit. Stellt euch das vor! In unserem Kulturkreis wäre das respektlos.

Zu kaufen gibt es aus Zucker gepresste Totenschädel, die schön mit farbigem Guss verziert sind. Milena Moser hat in ihrem neuen Buch „Das schöne Leben der Toten“ geschrieben, dass es auch welche gibt, die mit Namen versehen sind. Wie eigenartig das aussehen muss, wenn die Kinder an ihren Totenschädeln knabbern…

Es wird an zwei Tagen gefeiert. Am 1. November kommen die Seelen der verstorbenen Kinder aus dem Jenseits bei uns an. Dieser Tag nennt sich Dia de Todos los Santos. Auf dem Friedhof in Ensenada ist es an diesem Abend ruhig. Nur ein paar Familien schmücken Gräber und von weitem hört man eine Mariachiband. Am 2. November werden dann im grossen Stil die Festlichkeiten für den Día de los Muertos vorbereitet. Es werde oft Tamales gekocht, sagt Blanca, denn es soll fein riechen, um die Verstorbenen anzulocken. Es gibt auch die Tradition, dass man extra ein Gedeck mehr, nämlich das für den Verstorbenen, auftischt. Auf dem Friedhof werden die Gräber mit orangen Blumen (Tagetes) geschmückt, danach wird den ganzen Tag auf den Gräbern gefestet. Laute Mariachikapellen spielen auf, es wird getanzt, gegessen und viel getrunken. Einige Menschen sind als Skelett geschminkt und verkleidet, schick im Anzug oder schönem Rock, in Anspielung an die Figur der la Catrina, eine edle Skelett-Dame mit französischem Hut. Catrina ist eine Symbolfigur für den Tag geworden, sie erinnert daran, dass auch Reiche und Wohlhabende sterben. Es ist ein fröhliches Fest, denn man weiss, dass es die Toten besser haben als die Lebenden. Mit viel Liebe wird der Tag vorbereitet, man möchte so gerne, dass die Toten auf Besuch kommen. Es glauben nicht alle daran, aber warum nicht trotzdem in Erinnerungen schwelgen und im Kreise der Familie festen? Das machen wir ja ganz ähnlich, zum Beispiel glauben wir nicht mehr ans Christkindchen und feiern trotzdem Weihnachten und an den Hasen glaubst du auch nicht mehr, oder?

Interessant zu wissen ist, dass diese Tradition ursprünglich vor 3000 Jahren schon von der indigenen Bevölkerung gefeiert worden ist. Wie kommt es nun zum Día de los Muertos? Dieser Brauch ist eine Verschmelzung der spanischen, christlichen Kultur und des Ahnenkults der Mayas. Eine Mischung aus dem katholischen Feiertag der Allerheiligen und Allerseelen und dem Hanal Pixan, was auf Deutsch Nahrung für die Seelen der Toten bedeutet.

In traditionellen Mayadörfern wird noch heute den Hanal Pixan gefeiert. Die Toten besuchen die Gegend vom 31. Oktober bis am 30. November und wohnen während acht Tagen bei den Verwandten.

Es wird an zwei Tagen gefeiert. Am 1. November kommen die Seelen der gestorbenen Kinder an. Dieser Tag nennt sich Dia de Todos los Santos. Auf dem Friedhof in Ensenanda ist es an diesem Abend ruhig. Nur ein paar Familien schmücken Gräber und von weitem hört man eine Mariachiband. Am 2. November wird dann im grossen Stil die Festlichkeiten für den Dia de los Muertos vorbereitet. Es wird oft Tamales gekocht, meint Blanca, denn es soll fein riechen um die Verstorbenen anzulocken. Es gibt auch die Tradition, dass man extra ein Gedeck mehr, nämlich das für den Verstorbenen, auftischt. Auf dem Friedhof werden die Gräber mit orangen Blumen (Tagetes) geschmückt, danach wird den ganzen Tag auf den Gräbern gefestet. Laute Mariachikapellen spielen auf, es wird getanzt, gegessen und viel getrunken. Einige Menschen sind als Skelett geschminkt und verkleidet, schick im Anzug oder schönem Rock, in Anspielung an die Figur der la Catrina, eine edle Skelett-Dame mit französischem Hut. Catrina ist eine Symbolfigur für den Tag, der erinnert, dass auch Reiche und Wohlhabende sterben werden. Es ist ein fröhliches Fest, denn man weiss, dass es die Toten besser haben als den Lebenden. Mit viel Liebe wird der Tag vorbereitet, man möchte Es glauben nicht alle an den Besuch der Toten, aber warum nicht trotzdem in Erinnerungen schwelgen und im Kreise der Familie festen? Das machen wir ja genau gleich, z.B. an Weihnachten und an Ostern.

Interessant zu wissen, dass diese Tradition, die Verehrung der Toten, ursprünglich vor 3000 Jahren schon von der indigenen Bevölkerung gefeiert worden ist. Wie kommt es nun zum Dia de los Muertos? Dieser Brauche ist eine Verschmelzung der spanischen, christlichen Kultur und des Ahnenkults der Mayas. Eine Mischung aus dem katholischen Feiertag der Allerheiligen und Allerseelen und dem Hanal Pixan (Nahrung für die Seelen der Toten).

In traditionellen Mayadörfern wird noch heute den Hanal Pixan gefeiert. Die Toten besuchen die Gegend vom 31. Oktober bis am 30. November und wohnen während acht Tagen bei den Verwandten.

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